EUDI-Wallet Plattform
Das Wichtigste zuerst

Eine App auf deinem Handy, in der du deinen Ausweis, Führerschein, Zeugnisse und andere Dokumente digital speicherst. Statt Papierdokumente mitzuschleppen, zeigst du sie einfach per Smartphone vor: bei Behörden, beim Arzt, beim Online-Shopping oder an der Grenze.

In einem Satz

Die EUDI-Wallet ist dein Ausweis, dein Führerschein und dein Aktenschrank. Alles in einer App, die nur du kontrollierst.

Nein, für Bürger/-innen ist sie freiwillig. Niemand wird gezwungen, die Wallet zu nutzen. Du kannst weiterhin deinen Plastikausweis vorzeigen. Aber: Jeder EU-Staat muss sie bis 2026/2027 kostenlos anbieten, und immer mehr Stellen werden sie akzeptieren. Für Behörden und große Unternehmen wird die Akzeptanz verpflichtend.

Die EU-Verordnung (eIDAS 2.0) schreibt vor, dass jeder Mitgliedsstaat bis 2026/2027 mindestens eine Wallet anbieten muss. In Deutschland werden bereits Prototypen getestet. Die ersten Funktionen (z. B. digitaler Ausweis) kommen schrittweise. Weitere Nachweise folgen danach.

Nein. Jeder EU-Staat muss die Wallet kostenlos bereitstellen. Auch die qualifizierte elektronische Signatur (digitale Unterschrift) soll für alle gratis sein. Das ist weltweit einmalig.

Noch nicht sofort. Anfangs ist die Wallet eine Ergänzung: du hast deinen digitalen Ausweis zusätzlich zum Plastikausweis. Langfristig ist das Ziel, dass der digitale Ausweis in immer mehr Situationen akzeptiert wird. Den physischen Ausweis wirst du trotzdem noch eine Weile behalten.

Sicherheit & Datenschutz

Die Wallet nutzt die höchsten Sicherheitsstandards: Deine Schlüssel liegen in einem speziell geschützten Chip im Smartphone (Secure Element), den selbst ein gehacktes Betriebssystem nicht auslesen kann. Zusätzlich schützt dich Biometrie (Fingerabdruck, Gesichtserkennung) oder eine PIN. Alle Nachweise sind kryptographisch signiert. Fälschung ist praktisch unmöglich.

In Deutschland wird die Sicherheit vom BSI geprüft und zertifiziert.

Nein, das ist ein Kernprinzip. Deine Daten liegen nur auf deinem Gerät, nicht auf einem zentralen Server. Niemand (weder der Staat noch der Wallet-Anbieter) kann sehen, wem du welche Nachweise zeigst. Das heißt Unlinkability: Verschiedene Stellen können deine Aktivitäten nicht miteinander verknüpfen.

Die EUDI-Wallet muss die DSGVO vollständig einhalten. Du bestimmst bei jeder einzelnen Abfrage, ob und welche Daten du teilst.

Nein, genau das Gegenteil! Die Wallet unterstützt Selective Disclosure (selektive Offenlegung). Das heißt: Du zeigst nur genau die Informationen, die gebraucht werden. Nicht mehr.

Beispiel

Ein Online-Shop will prüfen, ob du über 18 bist. Die Wallet zeigt nur: „Ja, über 18". Der Shop erfährt weder dein Geburtsdatum noch deinen Namen noch deine Adresse.

Deine Wallet ist durch Biometrie oder PIN geschützt. Ein Finder kann sie nicht öffnen. Zusätzlich kannst du die Wallet aus der Ferne sperren (ähnlich wie eine Bankkarte). Deine Nachweise können dann auf einem neuen Gerät wiederhergestellt werden, weil der Aussteller (z. B. die Behörde) sie jederzeit neu ausstellen kann.

Funktionen & Nutzung
  • Digital ausweisen: bei Behörden, bei der Polizei, online und offline
  • Führerschein vorzeigen: bei Verkehrskontrollen oder Autovermietungen
  • Nachweise einreichen: Meldebescheinigung, Geburtsurkunde, Zeugnisse, Impfnachweise
  • Alter beweisen: ohne dein Geburtsdatum zu verraten
  • Digital unterschreiben: Verträge, Anträge, Vollmachten. Rechtsgültig und kostenlos
  • Bankkonto eröffnen: ohne Video-Ident oder Postident
  • SIM-Karte registrieren: ohne Kopie des Ausweises
  • Grenzüberschreitend nutzen: deine deutsche Wallet funktioniert in allen EU-Ländern

Ja! Deine Nachweise liegen lokal auf deinem Gerät. Du kannst sie per Bluetooth (BLE) oder NFC auch komplett offline vorzeigen, z. B. bei einer Polizeikontrolle auf dem Land oder in einem Gebäude ohne Empfang. Das Smartphone wird einfach an ein Lesegerät gehalten.

In drei Schritten:

  • Schritt 1: Die prüfende Stelle (Behörde, Shop, Polizei) fragt bestimmte Daten an, z. B. per QR-Code oder NFC
  • Schritt 2: Deine Wallet zeigt dir genau an, welche Daten angefragt werden. Du bestätigst mit Fingerabdruck oder PIN
  • Schritt 3: Nur die bestätigten Daten werden übermittelt. Die Gegenseite kann kryptographisch prüfen, dass sie echt sind. Fertig

Ja, und zwar kostenlos. Die EUDI-Wallet ermöglicht die Qualifizierte Elektronische Signatur (QES), die rechtlich gleichwertig mit einer handschriftlichen Unterschrift ist. Damit kannst du Verträge, Anträge oder Vollmachten digital unterschreiben, ohne zum Notar zu müssen. Das ist ein Riesenvorteil. Bisher kostete eine QES oft Geld.

Ja, das ist der Kern der Idee. Die EUDI-Wallet ist EU-weit interoperabel. Dein in Deutschland ausgestellter digitaler Ausweis wird in Frankreich, Spanien oder jedem anderen EU-Land anerkannt, und umgekehrt. Alle Wallets sprechen die gleichen technischen Protokolle (OID4VCI/OID4VP) und nutzen die gleichen Datenformate (SD-JWT, mdoc).

Technik einfach erklärt

Es gibt drei Rollen im System:

Aussteller (Issuer): Erstellt den Nachweis. Beispiel: Das Einwohnermeldeamt stellt deine digitale Meldebescheinigung aus.
Du (Holder): Speicherst den Nachweis in deiner Wallet und entscheidest, wem du ihn zeigst.
Prüfer:in (Verifier): Prüft den Nachweis. Beispiel: Eine Autovermietung prüft deinen digitalen Führerschein. Ohne die Führerscheinstelle anrufen zu müssen.

Du kontrollierst deine Daten selbst. Keine Firma und keine Behörde speichert alles über dich in einer zentralen Datenbank. Deine Nachweise liegen nur bei dir, auf deinem Gerät. Du allein entscheidest, wer was sieht. Das ist das Gegenteil von „Login mit Google" oder „Login mit Facebook", wo ein Konzern alles mitbekommt.

Die bisherige eID (Online-Ausweisfunktion) funktioniert nur mit dem physischen Personalausweis, den du an dein Handy halten musst. Die EUDI-Wallet speichert deinen Ausweis direkt im Smartphone. Kein Plastik-Ausweis nötig. Außerdem kann die Wallet viel mehr als nur ausweisen: Führerschein, Zeugnisse, Bescheinigungen, digitale Unterschriften. Alles in einer App.

Die EU-Verordnung 2024/1183, die alle Mitgliedsstaaten verpflichtet, eine EUDI-Wallet anzubieten. Sie regelt alles: Wer Wallets betreiben darf, welche Sicherheitsstandards gelten, welche Nachweise unterstützt werden müssen und wer die Wallets akzeptieren muss. Kurz: Das Gesetz, das die EUDI-Wallet möglich und verpflichtend macht.

Wer steckt dahinter?

Ja, alle müssen. Jeder EU-Mitgliedsstaat muss bis 2026/2027 mindestens eine Wallet bereitstellen. Viele Länder testen bereits in den vier großen Pilotprojekten (Large Scale Pilots): DC4EU (Bildung & Soziales), EWC (Reisen & Zahlungen), NOBID (Nordeuropa, Zahlungen) und POTENTIAL (Deutschland federführend, Ausweise & Kontoeröffnung).

Für Kommunen & Verwaltung

Kommunen werden die Wallet in zwei Rollen nutzen:

  • Als Prüferin (Verifier): Digitale Nachweise von Bürger/-innen annehmen und automatisch prüfen, z. B. bei der Beantragung eines Bewohnerparkausweises
  • Als Ausstellerin (Issuer): Selbst digitale Nachweise ausstellen, z. B. Meldebescheinigungen, Kitaplatz-Zusagen oder Gewerbeanmeldungen

Praxisbeispiel: Bewohnerparkausweis

Statt persönlich mit Personalausweis, Meldebescheinigung und Fahrzeugschein zum Bürgeramt zu gehen, könnten alle drei Nachweise digital über die Wallet eingereicht werden. Vollautomatisch prüfbar und ohne Medienbruch.

Ja. Die eIDAS-2.0-Verordnung verpflichtet öffentliche Stellen, Wallet-basierte Nachweise zu akzeptieren. Zusammen mit dem Onlinezugangsgesetz (OZG) bedeutet das: Kommunen müssen sich technisch und organisatorisch vorbereiten. Bestehende Fachverfahren (die Software, mit der Behörden arbeiten) müssen angepasst werden.

Am besten eignen sich Leistungen, bei denen heute viele Papiernachweise eingereicht werden, die eine hohe Fallzahl haben und bei denen Bürger/-innen persönlich erscheinen müssen. Beispiele: Meldebescheinigungen, Bewohnerparkausweise, Kita-Anmeldungen, Gewerbeanmeldungen.

Entscheidungsbaum nutzen

Genau dafür gibt es den interaktiven Entscheidungsbaum dieser Plattform. Er hilft systematisch zu bewerten, welche Verwaltungsleistungen sich für eine Wallet-Umsetzung eignen.

Die Fähigkeit, selbstbestimmt über die eigene IT und Daten zu entscheiden. Konkret:

  • Keine Abhängigkeit von einem einzelnen IT-Anbieter (kein Vendor Lock-in)
  • Kontrolle über eigene Daten und Prozesse behalten
  • Offene Standards und Interoperabilität bevorzugen
  • Bürger/-innen die Hoheit über ihre eigenen Daten geben

Die EUDI-Wallet setzt bewusst auf offene Standards, damit genau das möglich ist.

Hintergrund dieser Plattform

Technology Acceptance Model (TAM)

Das TAM nach Davis (1989) erklärt, wann Menschen eine neue Technologie annehmen. Zwei Faktoren sind entscheidend:

  • Wahrgenommener Nutzen: Bringt mir die Wallet einen konkreten Vorteil?
  • Wahrgenommene Einfachheit: Ist die Nutzung unkompliziert?

Self-Determination Theory (SDT)

Die Selbstbestimmungstheorie nach Deci & Ryan (1985) beschreibt drei psychologische Grundbedürfnisse:

  • Autonomie: Nutzer/-innen entscheiden selbst, welche Daten sie teilen
  • Kompetenz: Verständnis aufbauen statt überfordern
  • Eingebundenheit: Gemeinsam Entscheidungen treffen

Jede Frage im Entscheidungsbaum bildet diese Kriterien ab: Wird der Nutzen spürbar (TAM)? Stärkt die Umsetzung die Selbstbestimmung (SDT)? Ist der Prozess einfach genug (TAM)?

A
Akkreditierung
Ein offizielles Prüfverfahren, bei dem eine Stelle bestätigt, dass ein Wallet-Anbieter oder Vertrauensdienst die gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Wie ein TÜV-Siegel für digitale Identitätsdienste.
API (Application Programming Interface)
Eine Schnittstelle, über die zwei Computerprogramme miteinander sprechen können. Beispiel: Wenn die Wallet-App bei einer Behörde einen Nachweis abruft, passiert das über eine API. Wie ein Bestellfenster, an dem etwas angefragt wird und die Antwort zurückkommt.
ARF (Architecture and Reference Framework)
Das technische Regelwerk der EU-Kommission, das festlegt, wie die EUDI-Wallet gebaut werden muss: welche Standards gelten, wie die Teile zusammenspielen und welche Sicherheitsanforderungen erfüllt sein müssen. Sozusagen die Bauanleitung für alle EU-Länder.
Attestation
Ein digitaler Nachweis, der von einer vertrauenswürdigen Stelle ausgestellt und kryptographisch gesichert wird. Beispiele: Führerschein, Meldebescheinigung, Studienabschluss. Man kann sich das wie eine beglaubigte Kopie vorstellen, nur eben digital und fälschungssicher.
Attribut
Eine einzelne Eigenschaft oder Information über eine Person. Beispiele: dein Vorname, dein Geburtsdatum, deine Adresse oder dein Führerscheinklasse. In der Wallet werden Attribute in Nachweisen (Credentials) gebündelt. Du kannst einzelne Attribute gezielt teilen, ohne alles preiszugeben.
Authentifizierung
Der Vorgang, bei dem geprüft wird, ob jemand wirklich die Person ist, die sie vorgibt zu sein. Beispiel: Wenn du dich mit Fingerabdruck oder PIN in der Wallet-App anmeldest, authentifizierst du dich.
Autorisierung
Die Erlaubnis, etwas Bestimmtes zu tun. Erst wird geprüft, wer du bist (Authentifizierung), dann wird geprüft, ob du das darfst (Autorisierung). Beispiel: Du weist dich per Wallet aus (Authentifizierung), und die Behörde prüft, ob du berechtigt bist, den Antrag zu stellen (Autorisierung).
B
Batch Issuance
Das gleichzeitige Ausstellen mehrerer digitaler Nachweise auf einmal. Statt einzeln einen Führerschein, dann eine Meldebescheinigung, dann einen Impfnachweis zu beantragen, bekommst du alle auf einen Schlag in die Wallet. Das spart Zeit für alle Beteiligten.
Biometrie
Körperliche Merkmale wie Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Iris-Scan, die zur Identifizierung genutzt werden. Die EUDI-Wallet kann Biometrie verwenden, um sicherzustellen, dass nur du auf deine Daten zugreifen kannst.
BLE (Bluetooth Low Energy)
Eine stromsparende Funktechnik für kurze Entfernungen. Die EUDI-Wallet kann BLE nutzen, um Nachweise offline vorzuzeigen, z. B. bei einer Ausweiskontrolle, bei der weder du noch die prüfende Stelle Internet brauchen. Das Smartphone kommt einfach in die Nähe des Lesegeräts.
BMDV (Bundesministerium für Digitales und Verkehr)
Das deutsche Bundesministerium, das für Digitalisierung zuständig ist. Es ist der politische Auftraggeber für die Entwicklung der deutschen EUDI-Wallet und legt die strategische Richtung fest.
BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik)
Die deutsche Bundesbehörde, die für IT-Sicherheit zuständig ist. Das BSI prüft und zertifiziert unter anderem die Sicherheit der deutschen EUDI-Wallet.
C
Claim
Eine einzelne Aussage innerhalb eines digitalen Nachweises. Beispiel: In deinem digitalen Personalausweis ist „Vorname: Maria" ein Claim. Ein Nachweis besteht aus vielen Claims, und bei Selective Disclosure kannst du einzelne Claims gezielt zeigen oder verbergen.
Consent (Einwilligung)
Deine ausdrückliche Zustimmung, bevor Daten geteilt werden. Die EUDI-Wallet fragt dich jedes Mal aktiv: „Willst du diese Daten wirklich mit dieser Stelle teilen?" Ohne dein OK passiert nichts. Du behältst immer die Kontrolle.
Credential
Englisch für „Nachweis" oder „Berechtigungsnachweis". In der Wallet-Welt ist ein Credential ein digitales Dokument, z. B. ein Personalausweis, ein Zeugnis oder eine Bescheinigung. Es wird in der Wallet gespeichert und bei Bedarf vorgezeigt werden kann.
D
Datenminimierung
Das Prinzip, dass nur die Daten erhoben und geteilt werden, die für einen bestimmten Zweck wirklich nötig sind. Die EUDI-Wallet unterstützt das aktiv: Statt den ganzen Ausweis zu zeigen, lässt sich z. B. nur das Alter nachweisen.
DC4EU (Digital Credentials for Europe)
Eines der vier EU-Pilotprojekte (Large Scale Pilots) zur EUDI-Wallet. DC4EU testet vor allem digitale Bildungsnachweise (Zeugnisse, Diplome) und Sozialversicherungsnachweise über Ländergrenzen hinweg.
Device Binding
Die Verknüpfung eines digitalen Nachweises mit einem bestimmten Gerät (z. B. deinem Smartphone). Dadurch kann der Nachweis nicht einfach kopiert und auf einem anderen Gerät verwendet werden. Er funktioniert nur auf deinem Handy.
DID (Decentralized Identifier)
Eine weltweit eindeutige digitale Kennung, die niemandem „gehört" außer dir selbst. Anders als eine E-Mail-Adresse (die ein Anbieter kontrolliert) erstellst und verwaltest du eine DID ohne zentrale Stelle.
Digitale Identität
Die Gesamtheit aller digitalen Daten, die eine Person eindeutig identifizieren: Name, Geburtsdatum, Adresse, aber auch Nachweise wie Führerschein oder Abschlüsse. Die EUDI-Wallet bündelt diese Identität an einem Ort.
Digitale Souveränität
Die Fähigkeit eines Staates, einer Organisation oder einer Person, selbstbestimmt über die eigene digitale Infrastruktur und Daten zu entscheiden. Bedeutet konkret: Keine Abhängigkeit von einzelnen IT-Konzernen, offene Standards nutzen und die Kontrolle über eigene Daten behalten.
DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung)
Das EU-weite Datenschutzgesetz, das regelt, wie personenbezogene Daten verarbeitet werden dürfen. Die EUDI-Wallet muss die DSGVO vollständig einhalten. Du bestimmst, wer welche Daten sieht.
Durchführungsrechtsakt (Implementing Act)
Ein konkretes Regelwerk der EU-Kommission, das die Details einer Verordnung wie eIDAS 2.0 festlegt. Während die Verordnung sagt „Es muss eine Wallet geben", legen die Durchführungsrechtsakte fest, welche technischen Standards sie genau erfüllen muss.
E
EAA (Electronic Attestation of Attributes)
Elektronische Attributsbescheinigung: ein digitaler Nachweis über bestimmte Eigenschaften einer Person (z. B. Berufsqualifikation, Vereinsmitgliedschaft). Weniger streng reguliert als ein QEAA.
EfA (Einer für Alle)
Prinzip der deutschen Verwaltungsdigitalisierung: Ein Bundesland entwickelt eine digitale Verwaltungsleistung, und alle anderen Länder und Kommunen können sie einfach übernehmen, statt das Rad neu zu erfinden.
eID (elektronischer Identitätsnachweis)
Die Online-Ausweisfunktion des deutschen Personalausweises. Damit lässt sich online die eigene Identität nachweisen, z. B. bei Behörden oder Banken. Die EUDI-Wallet wird diese Funktion integrieren und erweitern.
eIDAS 2.0
Die EU-Verordnung über elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste, aktualisiert 2024. Sie verpflichtet alle EU-Mitgliedsstaaten, ihren Bürger/-innen bis 2026 eine digitale Identitäts-Wallet bereitzustellen. Das Fundament der EUDI-Wallet.
Elektronisches Siegel (eSeal)
Das digitale Gegenstück zum Behördenstempel. Damit kann eine Organisation (nicht eine Person) digital bestätigen: „Dieses Dokument stammt von uns und wurde nicht verändert." Kommunen können damit z. B. digitale Bescheinigungen fälschungssicher ausstellen.
ETSI (European Telecommunications Standards Institute)
Europäisches Institut, das technische Standards für Telekommunikation und IT entwickelt. ETSI definiert viele der technischen Normen, die die EUDI-Wallet verwenden muss.
EU Digital Identity Framework
Der gesamte Rahmen aus Gesetzen, Standards und technischen Spezifikationen rund um die digitale Identität in Europa. Umfasst eIDAS 2.0, die EUDI-Wallet, die Durchführungsrechtsakte und die technische Architektur (ARF). Das große Ganze.
EUDI-Wallet
European Digital Identity Wallet: eine App auf dem Smartphone, mit der EU-Bürger/-innen sich digital ausweisen und Nachweise (Führerschein, Zeugnisse, Bescheinigungen) sicher speichern und vorzeigen können. Jeder EU-Staat muss sie kostenlos anbieten.
EWC (EU Digital Identity Wallet Consortium)
Eines der vier EU-Pilotprojekte (Large Scale Pilots). EWC testet die EUDI-Wallet für Reise- und Zahlungsszenarien, z. B. digitale Bordkarten, Hotelbuchungen und Organisationsnachweise.
F
Fachverfahren
Die Software, mit der eine Behörde ihre Arbeit erledigt, z. B. das Meldewesen-Programm, das Baugenehmigungssystem oder die Kfz-Zulassungssoftware. Damit die EUDI-Wallet funktioniert, müssen diese Fachverfahren angepasst werden, um digitale Nachweise empfangen und ausstellen zu können.
FITKO (Föderale IT-Kooperation)
Organisation, die die IT-Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen in Deutschland koordiniert. Spielt eine wichtige Rolle bei der Umsetzung digitaler Verwaltungsleistungen mit der EUDI-Wallet.
Föderale Architektur
Das IT-System der deutschen Verwaltung, bei dem Bund, Länder und Kommunen jeweils eigene Systeme betreiben, die miteinander kommunizieren müssen. Die EUDI-Wallet muss in dieses vielschichtige System passen. Eine Herausforderung, weil jede Ebene eigene Software und Prozesse hat.
G
Governance Framework
Ein Regelwerk, das festlegt, wer welche Rolle im Wallet-Ökosystem übernimmt, welche Regeln gelten und wie die Einhaltung überwacht wird. Stell es dir wie eine Hausordnung vor: Wer darf was tun, wer kontrolliert das, und was passiert bei Verstößen?
H
Hash
Ein digitaler Fingerabdruck von Daten. Aus beliebigen Daten (z. B. einem Dokument) wird eine kurze, einzigartige Zeichenkette berechnet. Ändert sich auch nur ein Buchstabe, sieht der Hash komplett anders aus. So erkennt die Wallet sofort, ob ein Nachweis manipuliert wurde.
Holder (Inhaber:in)
Die Person, die eine Wallet besitzt und nutzt. Du bist der Holder. Du entscheidest, welche Nachweise du speicherst und wem du sie zeigst.
Holder Binding
Die kryptographische Verknüpfung eines Nachweises mit der Person, der er gehört. Dadurch wird sichergestellt, dass niemand anderes deinen Nachweis verwenden kann. Selbst wenn jemand eine Kopie hätte, könnte er ihn nicht nutzen, weil der Nachweis an deinen Schlüssel gebunden ist.
HSM (Hardware Security Module)
Ein spezieller Sicherheitschip, der kryptographische Schlüssel besonders sicher speichert. In Smartphones ist das oft der „Secure Element". Deine Wallet-Daten werden durch solche Hardware geschützt.
I
Identity Provider (IdP)
Ein Dienst, der deine Identität bestätigt. Bisher war das z. B. „Anmelden mit Google" oder „Login mit Facebook". Die EUDI-Wallet ersetzt diese privaten Dienste durch einen staatlich garantierten Identitätsnachweis. Sicherer und ohne dass ein Konzern dein Login-Verhalten tracken kann.
Interoperabilität
Die Fähigkeit verschiedener Systeme, nahtlos zusammenzuarbeiten. Konkret: Eine in Deutschland ausgestellte EUDI-Wallet muss auch in Frankreich, Spanien oder jedem anderen EU-Land funktionieren.
ISO 18013
Der internationale Standard für den mobilen Führerschein (mDL). Teil 5 regelt, wie der Führerschein auf dem Smartphone gespeichert und vorgezeigt wird, auch offline. Die EUDI-Wallet nutzt diesen Standard für den digitalen Führerschein.
Issuer (Aussteller)
Die Stelle, die einen digitalen Nachweis erstellt und signiert. Beispiel: Das Einwohnermeldeamt stellt eine digitale Meldebescheinigung aus, die Führerscheinstelle den digitalen Führerschein. Der Issuer bürgt für die Echtheit der Daten.
IT-Planungsrat
Das zentrale Gremium für die IT-Koordination zwischen Bund und Ländern in Deutschland. Trifft Entscheidungen über Standards und Infrastruktur, die auch die EUDI-Wallet betreffen.
J
JSON (JavaScript Object Notation)
Ein weit verbreitetes Datenformat, das Informationen in einer für Menschen und Maschinen lesbaren Form speichert. Viele Wallet-Protokolle nutzen JSON, um Nachweise und Anfragen zu strukturieren. Ähnlich wie ein Formular mit beschrifteten Feldern.
JWT (JSON Web Token)
Ein kompaktes, digital signiertes Datenpaket zum sicheren Austausch von Informationen. In der Wallet-Welt werden JWTs genutzt, um Nachweise fälschungssicher zu übertragen. Man kann sich das wie einen versiegelten Brief vorstellen, bei dem jeder prüfen kann, ob das Siegel unversehrt ist.
K
Key Pair (Schlüsselpaar)
Zwei zusammengehörende kryptographische Schlüssel: ein privater und ein öffentlicher. Der private Schlüssel bleibt geheim auf deinem Gerät, der öffentliche wird geteilt. Was mit dem einen verschlüsselt wurde, kann nur mit dem anderen entschlüsselt werden. Wie ein Briefkasten, in den jeder einwerfen kann, aber nur du den Schlüssel zum Öffnen hast.
Kryptographie
Mathematische Verfahren zum Verschlüsseln und Signieren von Daten. Kryptographie macht die EUDI-Wallet sicher: Nachweise können nicht gefälscht werden, und nur du kannst auf deine Daten zugreifen.
L
Large Scale Pilots (LSPs)
Groß angelegte EU-Pilotprojekte, in denen die EUDI-Wallet in der Praxis getestet wird. Es gibt vier LSPs: DC4EU, EWC, NOBID und POTENTIAL. Jedes testet verschiedene Anwendungsfälle wie Führerschein, Bildungsnachweise oder Zahlungen.
LeiKa (Leistungskatalog)
Ein bundesweites Verzeichnis aller Verwaltungsleistungen in Deutschland. Jede Leistung hat eine eindeutige Nummer. Der LeiKa hilft dabei, systematisch zu prüfen, welche Verwaltungsleistungen sich für die EUDI-Wallet eignen.
LoA (Level of Assurance)
Vertrauensstufe: gibt an, wie sicher feststeht, dass eine digitale Identität echt ist. Es gibt drei Stufen: niedrig, substantiell und hoch. Die EUDI-Wallet muss die höchste Stufe „hoch" erreichen.
M
mDL (Mobile Driving Licence)
Der digitale Führerschein auf dem Smartphone, standardisiert nach ISO 18013-5. Einer der ersten konkreten Anwendungsfälle der EUDI-Wallet. Der Führerschein wird als digitaler Nachweis in der Wallet gespeichert.
mdoc
Ein Datenformat für digitale Nachweise, entwickelt von ISO. Wird von der EUDI-Wallet neben SD-JWT als Standard-Format für Credentials verwendet. Besonders gut geeignet für Offline-Szenarien (z. B. Ausweiskontrolle ohne Internet).
Medienbruch
Ein Wechsel zwischen verschiedenen Medien innerhalb eines Prozesses, z. B. wenn du ein Online-Formular ausfüllst, es ausdruckst, unterschreibst und per Post einschickst. Die EUDI-Wallet soll Medienbrüche beseitigen: Alles bleibt durchgängig digital.
MFA (Multi-Faktor-Authentifizierung)
Eine Sicherheitsmethode, bei der du dich auf mehrere Arten gleichzeitig ausweist, z. B. Passwort + Fingerabdruck, oder PIN + Gesichtserkennung. Die EUDI-Wallet nutzt mehrere Faktoren, um sicherzustellen, dass wirklich du es bist, der die Nachweise verwendet.
N
NFC (Near Field Communication)
Nahfeldkommunikation: eine Funktechnik für ganz kurze Entfernungen (wenige Zentimeter). Dieselbe Technik, die kontaktloses Bezahlen ermöglicht. Die EUDI-Wallet kann NFC nutzen, um Nachweise vorzuzeigen, indem das Smartphone einfach an ein Lesegerät gehalten wird.
NOBID (Nordic-Baltic eID)
Eines der vier EU-Pilotprojekte (Large Scale Pilots). NOBID testet die EUDI-Wallet mit Fokus auf die nordischen und baltischen Länder, vor allem für Zahlungen und Kontoeröffnungen.
Notifizierung
Der formelle Prozess, bei dem ein EU-Mitgliedsstaat der EU-Kommission mitteilt, dass sein eID-System die Anforderungen erfüllt. Erst nach der Notifizierung muss die Wallet von anderen Ländern anerkannt werden.
O
Offline-Fähigkeit
Die Möglichkeit, die Wallet auch ohne Internetverbindung zu nutzen. Wichtig z. B. bei einer Polizeikontrolle auf dem Land oder in einem Gebäude ohne Empfang. Die Wallet kann Nachweise per Bluetooth oder NFC auch komplett offline vorzeigen.
OID4VCI / OID4VP
Technische Protokolle (basierend auf OpenID Connect), die regeln, wie Credentials ausgestellt (VCI = Verifiable Credential Issuance) und vorgezeigt (VP = Verifiable Presentation) werden. Sie sorgen dafür, dass alle Wallets auf die gleiche Art kommunizieren.
Once-Only-Prinzip
Die Idee, dass Bürger/-innen ihre Daten der Verwaltung nur einmal mitteilen müssen. Wenn eine Behörde dein Geburtsdatum schon hat, sollst du es nicht nochmal angeben müssen. Die EUDI-Wallet erleichtert das enorm.
OpenID Connect
Ein weit verbreitetes Protokoll für die Online-Identifizierung. Du kennst das als „Anmelden mit …"-Buttons auf Websites. Die EUDI-Wallet baut auf OpenID Connect auf (über OID4VCI/OID4VP), nutzt es aber in einer datenschutzfreundlicheren Variante.
OZG (Onlinezugangsgesetz)
Deutsches Gesetz, das Bund, Länder und Kommunen verpflichtet, ihre Verwaltungsleistungen auch digital anzubieten. Die EUDI-Wallet wird ein zentraler Baustein, um OZG-Leistungen nutzerfreundlich zugänglich zu machen.
P
PID (Person Identification Data)
Der Kerndatensatz in der EUDI-Wallet: Name, Geburtsdatum, Nationalität. Ausgestellt vom Staat. Das PID ist sozusagen der digitale Personalausweis in der Wallet und die Grundlage für alle weiteren Nachweise.
PID-Provider
Die staatliche Stelle, die das PID (den digitalen Identitätsdatensatz) ausstellt. In Deutschland wird das voraussichtlich das Bundesministerium des Innern bzw. eine nachgeordnete Behörde sein.
PKI (Public Key Infrastructure)
Die gesamte Infrastruktur aus Zertifikaten, Schlüsseln und Zertifizierungsstellen, die digitale Kommunikation absichert. Stell dir ein Netzwerk von Notaren vor, die gegenseitig bestätigen, dass jemand vertrauenswürdig ist. Die EUDI-Wallet nutzt PKI, um die Echtheit von Nachweisen und Ausstellern zu garantieren.
POTENTIAL (LSP)
Eines der vier EU-Pilotprojekte zur EUDI-Wallet. Deutschland ist in POTENTIAL federführend beteiligt. Getestet werden u. a. digitale Ausweise, SIM-Registrierung und Kontoeröffnung.
Privacy by Design
Das Prinzip, Datenschutz von Anfang an in die Technik einzubauen, nicht erst nachträglich draufzupacken. Die EUDI-Wallet ist nach diesem Prinzip gestaltet: Datenminimierung, Selective Disclosure und Unlinkability sind keine Extras, sondern fester Bestandteil der Architektur.
Pseudonymisierung
Daten so verändern, dass sie ohne zusätzliche Informationen keiner bestimmten Person mehr zugeordnet werden können. Die EUDI-Wallet ermöglicht das z. B. durch Pseudonyme für verschiedene Dienste. So kann nicht nachverfolgt werden, wo du dich überall ausweist.
Q
QEAA (Qualified Electronic Attestation of Attributes)
Qualifizierte elektronische Attributsbescheinigung: ein besonders vertrauenswürdiger digitaler Nachweis, der von einer staatlich geprüften Stelle ausgestellt wird. Hat die gleiche Rechtsgültigkeit wie ein Papierdokument. Beispiel: ein digitaler Universitätsabschluss.
QES (Qualifizierte Elektronische Signatur)
Die höchste Stufe der digitalen Unterschrift: rechtlich gleichwertig mit einer handschriftlichen Unterschrift. Mit der EUDI-Wallet soll jede:r kostenlos qualifiziert elektronisch unterschreiben können.
QR-Code
Ein zweidimensionaler Barcode, den du mit der Smartphone-Kamera scannen kannst. In der EUDI-Wallet werden QR-Codes häufig genutzt, um einen Vorgang zu starten, z. B. scannst du einen QR-Code auf einer Website, und die Wallet öffnet sich automatisch mit der passenden Anfrage.
QTSP (Qualified Trust Service Provider)
Ein staatlich zertifizierter Vertrauensdiensteanbieter. QTSPs dürfen z. B. qualifizierte elektronische Signaturen, Siegel oder Zeitstempel ausstellen. Sie sind ein zentraler Baustein des eIDAS-Ökosystems.
R
Registermodernisierung
Die Modernisierung der staatlichen Datenbanken (Register) in Deutschland. Ziel: Behörden sollen Daten untereinander austauschen können, statt Bürger/-innen immer wieder die gleichen Unterlagen abzuverlangen. Eng verknüpft mit der EUDI-Wallet.
Relying Party (Vertrauende Partei)
Jede Stelle, die einen digitalen Nachweis aus deiner Wallet prüft und akzeptiert. Beispiele: eine Behörde, die deinen Personalausweis sehen will, ein Unternehmen, das dein Alter prüft, oder eine Uni, die dein Zeugnis verifiziert.
Relying Party Registrierung
Der Prozess, bei dem sich eine Stelle (z. B. eine Behörde oder ein Unternehmen) offiziell anmeldet, um Wallet-Nachweise prüfen zu dürfen. Nicht jeder darf einfach deine Wallet-Daten abfragen. Nur registrierte und geprüfte Stellen. Das schützt dich vor Missbrauch.
Revocation (Widerruf)
Das Zurückziehen eines digitalen Nachweises. Wenn z. B. ein Führerschein entzogen wird, muss der digitale Nachweis in der Wallet ungültig gemacht werden können. Der Issuer kann ein Credential jederzeit widerrufen.
Rulebook
Ein verbindliches Regelwerk für einen bestimmten Anwendungsfall der EUDI-Wallet. Jeder Use Case (z. B. digitaler Führerschein, Altersverifikation) bekommt ein eigenes Rulebook, das exakt festlegt, welche Daten ausgetauscht werden, wer beteiligt ist und welche technischen Regeln gelten.
S
Schnittstelle
Eine Verbindungsstelle zwischen zwei Systemen, die den Datenaustausch ermöglicht. Damit die EUDI-Wallet mit dem Melderegister oder der Führerscheinstelle kommunizieren kann, braucht es passende Schnittstellen. Wie Steckdosen, die zusammenpassen müssen.
SD-JWT (Selective Disclosure JSON Web Token)
Ein Datenformat für digitale Nachweise, das selektive Offenlegung ermöglicht. Du kannst einzelne Felder eines Nachweises zeigen oder verbergen. Neben mdoc eines der beiden Standard-Formate der EUDI-Wallet.
SDG (Single Digital Gateway)
Eine EU-Verordnung, die einen einheitlichen digitalen Zugang zu Verwaltungsinformationen und -leistungen in allen EU-Ländern schafft. Die EUDI-Wallet wird ein Schlüsselelement, um sich bei grenzüberschreitenden Verwaltungsvorgängen auszuweisen.
Secure Element
Ein besonders geschützter Chip im Smartphone, der sensible Daten wie kryptographische Schlüssel speichert. Selbst wenn das Handy gehackt wird, bleiben die Daten im Secure Element sicher. Die EUDI-Wallet nutzt diesen Chip.
Selective Disclosure
Selektive Offenlegung: Du zeigst nur genau die Informationen, die gebraucht werden. Nicht mehr. Beispiel: Um in einen Club zu kommen, zeigst du nur „Ich bin über 18", ohne deinen Namen oder dein genaues Geburtsdatum preiszugeben.
Signatur (Digitale Signatur)
Die digitale Version einer Unterschrift. Sie bestätigt zwei Dinge: Wer hat das Dokument unterzeichnet, und wurde es danach verändert? Technisch passiert das über Kryptographie: eine mathematische Berechnung, die nur der Unterzeichner durchführen kann und die jeder überprüfen kann.
Smart eID
Das deutsche Projekt zur Speicherung der eID (Online-Ausweisfunktion) direkt im Smartphone, ohne dass der physische Personalausweis an das Gerät gehalten werden muss. Technologische Grundlage für die deutsche EUDI-Wallet.
SPRIND / Funke
Die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) hat mit dem „Funke"-Wettbewerb die Entwicklung der deutschen EUDI-Wallet vorangetrieben. Mehrere Teams haben Prototypen entwickelt, aus denen die finale Wallet hervorgehen soll.
SSI (Self-Sovereign Identity)
Selbstbestimmte Identität: das Konzept, dass du allein die Kontrolle über deine digitalen Identitätsdaten hast. Keine Firma, keine Behörde speichert deine Daten zentral. Du entscheidest, wer was sieht. Die EUDI-Wallet setzt dieses Prinzip um.
Statusabfrage (Status Check)
Die Überprüfung, ob ein digitaler Nachweis noch gültig ist oder zwischenzeitlich widerrufen wurde. Wenn du deinen digitalen Führerschein vorzeigst, kann die prüfende Stelle in Echtzeit checken, ob der Führerschein noch aktiv ist, ohne dass du es merkst oder extra etwas tun musst.
T
TEE (Trusted Execution Environment)
Ein abgeschirmter Bereich im Prozessor deines Smartphones, in dem besonders sensible Berechnungen ablaufen. Selbst wenn dein Betriebssystem kompromittiert wäre, blieben Daten im TEE geschützt. Die EUDI-Wallet nutzt TEE als Alternative oder Ergänzung zum Secure Element.
Token
Ein digitales „Ticket", das einer Anwendung temporären Zugang zu bestimmten Daten oder Diensten gibt. Statt dein Passwort bei jeder Anfrage mitzuschicken, bekommst du ein Token. Wie eine Tageskarte, die nach einer Weile abläuft.
Trust Anchor (Vertrauensanker)
Die oberste Stelle in einer Vertrauenskette, der alle anderen vertrauen. In der EU ist das typischerweise die EU-Kommission oder eine nationale Behörde, deren Zertifikat als Startpunkt dient. Alle weiteren Zertifikate und Nachweise leiten ihr Vertrauen von diesem Anker ab.
Trust Framework
Ein Regelwerk, das festlegt, wer in einem digitalen Ökosystem wem vertrauen kann. Es definiert, welche Stellen Nachweise ausstellen dürfen, wer Wallets betreiben darf und wie die Sicherheit gewährleistet wird.
Trusted List
Eine offizielle Liste aller zugelassenen Vertrauensdienste und Wallet-Anbieter in einem EU-Land. Wenn ein Dienst auf dieser Liste steht, können andere darauf vertrauen, dass er die gesetzlichen Anforderungen erfüllt.
U
Unlinkability
Das Prinzip, dass verschiedene Stellen, bei denen du dich ausweist, deine Aktivitäten nicht miteinander verknüpfen können. Jede Vorzeige-Aktion soll isoliert bleiben. Niemand kann ein Profil deiner Wallet-Nutzung erstellen.
Use Case
Ein konkreter Anwendungsfall für die EUDI-Wallet. Beispiele: digitale Ausweiskontrolle bei der Polizei, Kontoeröffnung bei einer Bank, Anmeldung beim Einwohnermeldeamt oder Altersverifikation beim Online-Shopping.
V
Vendor Lock-in
Die Abhängigkeit von einem bestimmten IT-Anbieter, die es schwer oder teuer macht, zu einem anderen zu wechseln. Die EUDI-Wallet setzt bewusst auf offene Standards, damit Kommunen nicht an einen einzelnen Softwarehersteller gebunden sind.
Verifiable Credential (VC)
Ein digitaler Nachweis nach W3C-Standard. Enthält Daten (z. B. „Name: Max Muster, Geburtsdatum: 01.01.1990"), die vom Aussteller kryptographisch signiert sind. Jede prüfende Stelle kann verifizieren, dass die Daten echt und unverändert sind.
Verifiable Presentation (VP)
Das „Vorzeigen" eines oder mehrerer Verifiable Credentials. Wenn du an einer Stelle deinen digitalen Führerschein zeigst, erstellst du eine Verifiable Presentation: eine kryptographisch gesicherte Zusammenstellung der geforderten Nachweise.
Verifier (Prüfer:in)
Die Stelle, die einen digitalen Nachweis überprüft. Der Verifier ist das Gegenstück zum Issuer: Während der Issuer den Nachweis ausstellt, prüft der Verifier, ob er echt und gültig ist, z. B. eine Behörde, die deinen digitalen Ausweis kontrolliert.
Vertrauensdienst
Ein regulierter Dienst, der digitale Signaturen, Siegel, Zeitstempel oder andere Sicherheitsfunktionen bereitstellt. Vertrauensdienste sind durch eIDAS gesetzlich geregelt und bilden das Rückgrat der digitalen Vertrauensinfrastruktur.
W
W3C (World Wide Web Consortium)
Die internationale Organisation, die Webstandards entwickelt (z. B. HTML, CSS). Für die Wallet-Welt wichtig, weil das W3C den Standard für Verifiable Credentials definiert hat: das Format, in dem digitale Nachweise aufgebaut sind.
Wallet Instance
Eine einzelne, konkrete Installation der Wallet-App auf einem bestimmten Gerät. Deine Wallet auf deinem Smartphone ist eine Wallet Instance. Jede Instance hat eigene kryptographische Schlüssel. Auch wenn du die gleiche App auf einem zweiten Gerät installierst, ist das eine andere Instance.
Wallet Provider
Die Organisation, die die Wallet-App entwickelt und betreibt. In der EU muss jeder Mitgliedsstaat mindestens eine Wallet bereitstellen. Der Wallet Provider ist verantwortlich für Sicherheit, Updates und den Datenschutz der App.
Wallet Trust Evidence (WTE)
Ein kryptographischer Beleg, der beweist, dass eine Wallet-Instanz authentisch, sicher und vom Staat zugelassen ist. Damit können ausstellende und prüfende Stellen sicherstellen, dass sie es mit einer echten, nicht manipulierten Wallet zu tun haben.
Wallet Unit Attestation (WUA)
Ein Nachweis, der bestätigt, dass eine bestimmte Wallet-Installation auf einem bestimmten Gerät echt und sicher ist. Ähnlich wie WTE, aber noch spezifischer auf die einzelne Geräte-Installation bezogen. Schützt davor, dass gefälschte Wallet-Apps Nachweise erschleichen.
WSCD (Wallet Secure Cryptographic Device)
Die sichere Hardware-Komponente innerhalb der Wallet (z. B. der Secure Element im Smartphone), die kryptographische Operationen durchführt. Schützt die Schlüssel, mit denen Nachweise signiert und entschlüsselt werden.
X
X.509
Ein weit verbreiteter Standard für digitale Zertifikate. Jede sichere Website (HTTPS) nutzt X.509-Zertifikate. Im EUDI-Wallet-Ökosystem werden X.509-Zertifikate verwendet, um die Identität von ausstellenden und prüfenden Stellen zu bestätigen. So weiß deine Wallet, dass sie mit der echten Behörde kommuniziert.
Z
Zeitstempel (Timestamp)
Ein kryptographisch gesicherter Beweis, dass ein Dokument oder Nachweis zu einem bestimmten Zeitpunkt existiert hat. Wie ein Poststempel, der beweist, wann ein Brief aufgegeben wurde, nur digital und fälschungssicher.
Zero-Knowledge Proof (ZKP)
Ein Verfahren, bei dem du etwas beweisen kannst, ohne die eigentlichen Daten preiszugeben. Beispiel: Du beweist, dass du über 18 bist, ohne dein Geburtsdatum zu verraten. Die Gegenseite erfährt nur „ja, stimmt". Sonst nichts.
Zertifikat
Ein digitales Dokument, das die Identität einer Person, Organisation oder eines Servers bestätigt. Ausgestellt von einer vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle. Ähnlich wie ein Siegel, das bestätigt: „Diese Stelle ist echt."
Zugangsberechtigung
Das Recht, auf einen bestimmten Dienst oder eine Information zuzugreifen. Die EUDI-Wallet kann als Träger von Zugangsberechtigungen dienen, z. B. ein digitaler Bibliotheksausweis, ein Semesterticket oder eine Zugangskarte für ein Gebäude.
Akteure:
Juni 2021 Abgeschlossen
EU-Kommission veröffentlicht den Entwurf zur Überarbeitung der eIDAS-Verordnung
EU
2022–2023 Abgeschlossen
EU-weite Large Scale Pilots (LSPs) starten,darunter das POTENTIAL-Konsortium unter deutscher Beteiligung
EUBund
Februar 2024 Abgeschlossen
EU-Parlament verabschiedet die eIDAS-2.0-Verordnung
EU
April 2024 Abgeschlossen
EUBundLandKommune
2024–2025 Laufend
Technische Spezifikation (Architecture and Reference Framework) wird iterativ weiterentwickelt
EUBund
2025 Laufend
SPRIND Funke-Innovationswettbewerb: Mehrere Wallet-Prototypen in der Testphase
BundWirtschaft
Ende 2025 Abgeschlossen
Erste nationale Wallet-Piloten gehen in den Regelbetrieb über
Bund
2026 Laufend
Mitgliedsstaaten müssen mindestens eine EUDI-Wallet bereitstellen
EUBundLand
Heute,Juni 2026
2027 Geplant
Kommunen müssen Wallet-basierte Nachweise akzeptieren können,vollständige Umsetzungspflicht
KommuneBürger/-innen
Ab 2027 Geplant
Bürger/-innen können Nachweise EU-weit digital vorlegen,bei Behörden und in der Privatwirtschaft
Bürger/-innenWirtschaft
RSS-Feed abonnieren
SPRIND

Funke-Projekt: Mehrere Wallet-Prototypen in der Testphase

Die Bundesagentur für Sprunginnovationen hat im Rahmen des Funke-Innovationswettbewerbs mehrere Prototypen der deutschen EUDI-Wallet entwickeln lassen. Fokus liegt auf Nutzerfreundlichkeit, Datenschutz und Interoperabilität.

Quelle: SPRIND →
BMI / OpenCoDE

Open-Source-Entwicklung der deutschen Wallet-Infrastruktur

Das Bundesministerium des Innern stellt die Entwicklung der EUDI-Wallet-Infrastruktur auf OpenCoDE als Open Source bereit. Integration mit dem Architecture and Reference Framework (ARF) der EU-Kommission läuft.

Quelle: BMI / OpenCoDE →
EU

eIDAS 2.0 tritt in Kraft

Die Verordnung (EU) 2024/1183 ist seit April 2024 in Kraft. Mitgliedsstaaten müssen bis 2026/2027 mindestens eine EUDI-Wallet bereitstellen.

Quelle: EU →
POTENTIAL

EU-Pilotprojekte testen die Wallet in der Praxis

Vier Large Scale Pilots laufen EU-weit: POTENTIAL (eGovernment, Gesundheit), EWC (Reise, Bildung), NOBID (Zahlungen) und DC4EU (Bildungsnachweise, Sozialleistungen). Deutschland ist über das POTENTIAL-Konsortium beteiligt.

Quelle: POTENTIAL →

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Auf dem Laufenden bleiben

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Regelmäßige Formate

- Laufend

Open Online Consultations (OOCs)

Online (ca. 90 Min., auf Englisch) Dialog

Regelmäßige offene Konsultationen zu strategischen und technischen Fragen rund um die EUDI-Wallet. Aufzeichnungen auf GitLab verfügbar.

- Laufend

Fachkonferenz-Teilnahmen

Diverse Konferenzen (z.B. re:publica) Konferenz

Das Projektteam ist regelmäßig auf Fachkonferenzen vertreten, um Perspektiven einzubringen und das Ökosystem zu vernetzen.

25 Jun 2026

EUDI ON 2026: Community Event

Berlin & Online Community

Zentrale Veranstaltung für Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft. Austausch zu Use Cases, Sandbox-Fortschritten und Ökosystem-Entwicklung.

- 2026

EUDI-Wallet Hackathon

Offen für alle Branchen Innovation

Interdisziplinäre Teams entwickeln Prototypen und praktische Lösungen rund um die Wallet. Die besten Ergebnisse werden beim EUDI ON vorgestellt.

Quellen: eudi-wallet.gov.de/events · eudi-wallet.gov.de/formate,Termine werden automatisch aktualisiert.

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EUDI-Wallet verstehen

Interaktives Lernmodul: Schritt für Schritt die wichtigsten Konzepte kennenlernen.

Digitale Identitäten und Nachweise

Buch (Open Access)

SpringerDigitale Identität

Anke, J., Kubach, M. & Sürmeli, J. (Hrsg.) (2025). Digitale Identitäten und Nachweise: Lösungsansätze für vertrauenswürdige Interaktionen zwischen Menschen, Unternehmen und Verwaltung. Springer Vieweg, Wiesbaden. ISBN 978-3-658-47707-3.

Open Access (Springer)

Verordnung (EU) 2024/1183,eIDAS 2.0

Verordnung

EUeIDAS 2.0

Europäisches Parlament und Rat (2024). Verordnung (EU) 2024/1183 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 910/2014 im Hinblick auf die Schaffung eines Rahmens für eine europäische digitale Identität. Amtsblatt der Europäischen Union, L 1183.

PDF ansehen (EUR-Lex)

Architecture and Reference Framework (ARF) v1.4.0

Spezifikation

EU-KommissionEUDI-Wallet

European Commission (2024). The European Digital Identity Wallet Architecture and Reference Framework. Version 1.4.0. GitHub Repository.

Releases auf GitHub

Self-Sovereign Identity

Buch

SpringerSSI

Preukschat, A. & Reed, D. (2021). Self-Sovereign Identity: Decentralized Digital Identity and Verifiable Credentials. Manning Publications. ISBN 978-1-61729-655-2.

Verlag (Manning)

Digitale Identitäten

Buch

SpringerDigitale Identität

Kubach, M. & Sellung, R. (Hrsg.) (2022). Digitale Identitäten: Grundlagen, Konzepte, Lösungen. Springer Vieweg, Wiesbaden. ISBN 978-3-658-35764-8.

Springer Link

Sichere Digitale Identitäten

Studie

FraunhoferEUDI-Wallet

Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC (2023). Sichere Digitale Identitäten: Technologien, Standards und Anwendungsszenarien. Fraunhofer AISEC, München.

Fraunhofer AISEC

Digitale Identitäten: Positionspapier

Positionspapier

BitkomEUDI-Wallet

Bitkom e.V. (2024). Digitale Identitäten: Empfehlungen zur Umsetzung der EUDI-Wallet in Deutschland. Berlin.

PDF ansehen (Bitkom)

SPRIND Funke: EUDI-Wallet-Prototypen

Positionspapier

SPRINDFunke

SPRIND (Bundesagentur für Sprunginnovationen) (2024). Funke: Innovationswettbewerb für EUDI-Wallet-Prototypen. Leipzig.

SPRIND Funke

TR-03159 Sicherheitsanforderungen an die EUDI-Wallet

Technische Richtlinie

BSIEUDI-Wallet

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (2024). Technische Richtlinie TR-03159: Sicherheitsanforderungen an digitale Identitäten und die European Digital Identity Wallet. Bonn.

BSI TR-03159

Whitepaper Digitale Identitäten

Positionspapier

BundesdruckereiDigitale Identität

Bundesdruckerei GmbH (2023). Whitepaper: Digitale Identitäten: Sicher und nutzerfreundlich im digitalen Raum. Berlin.

Bundesdruckerei Whitepaper

European Digital Identity: Proposal

Positionspapier

EU-KommissioneIDAS 2.0

European Commission (2021). Proposal for a Regulation amending Regulation (EU) No 910/2014 as regards establishing a framework for a European Digital Identity. COM(2021) 281 final. Brüssel.

PDF ansehen (EUR-Lex)

Unified Theory of Acceptance and Use of Technology (UTAUT)

Wissenschaftlicher Artikel

ResearchGateTechnologieakzeptanz

Venkatesh, V., Thong, J. Y. L. & Xu, X. (2016). Unified Theory of Acceptance and Use of Technology: A Synthesis and the Road Ahead. Journal of the Association for Information Systems, 17(5), 328–376.

PDF ansehen (AIS eLibrary)

Datenschutzaspekte der EUDI-Wallet

Wissenschaftlicher Artikel

Universität MünsterEUDI-Wallet

Podda, E., Hölzmer, P., Amard, A., Sedlmeir, J. & Fridgen, G. (2025). The Impact of Zero-Knowledge Proofs on Data Minimisation Compliance of Digital Identity Wallets. Internet Policy Review, 14(3). DOI: 10.14763/2025.3.2019.

PDF ansehen (Internet Policy Review)

Staatliche EUDI-Wallet in Deutschland

Pressemitteilung

BMIEUDI-Wallet

Bundesministerium des Innern und für Heimat (2024). Sichere digitale Identitäten: Bürgerinnen und Bürger sollen sich mit dem Smartphone ausweisen können. Kurzmeldung, 30. September 2024.

Personalausweisportal (BMI)

Digitale Identitäten: Rechtsrahmen und Reformdiskussion

Studie

Deutscher BundestagEUDI-Wallet

Deutscher Bundestag, Wissenschaftliche Dienste (2024). Digitale Identitäten: Rechtsrahmen und Reformdiskussion. WD 3 – 3000 – 073/24. Berlin.

PDF ansehen (Bundestag)

EU Digital Identity Wallet: Pilot Implementation

Positionspapier

EU-KommissionEUDI-Wallet

European Commission (2024). EU Digital Identity Wallet Pilot Implementation. Shaping Europe's Digital Future, Brüssel.

EU-Kommission

MEPs back plans for an EU-wide digital wallet

Pressemitteilung

Europäisches ParlamenteIDAS 2.0

Europäisches Parlament (2024). MEPs back plans for an EU-wide digital wallet. Pressemitteilung, 29. Februar 2024. Straßburg.

Europäisches Parlament

Überblick EUDI Wallet (Lissi)

Vortrag

ProfitCard BerlinEUDI-Wallet

von Blumröder, S. (2025). Überblick EUDI Wallet: Digitale Identitäten und Nutzungsmöglichkeiten. ProfitCard Konferenz, Berlin.

PDF ansehen (ProfitCard)

EUDI Wallet: Paradigmenwechsel für die digitale Identität in Europa?

Vortrag

Gaia-X AustriaEUDI-Wallet

Gaia-X Hub Austria (2023). EUDI Wallet: Paradigmenwechsel für die digitale Identität in Europa? Inside Gaia-X #15, Wien.

PDF ansehen (Gaia-X)

Kommission schlägt vertrauenswürdige und sichere digitale Identität für alle Europäer/-innen vor

Pressemitteilung

EU-KommissionEUDI-Wallet

Europäische Kommission (2021). Vorschlag für einen Rahmen für die europäische digitale Identität. Pressemitteilung, 3. Juni 2021. Brüssel.

Pressemitteilung (EU)

Das Playbook Digitale Stadt Leipzig v1.1

Positionspapier

Stadt LeipzigDigitale Stadt

Stadt Leipzig, Referat Digitale Stadt (2024). Das Playbook Digitale Stadt Leipzig. Version 1.1. Dezernat Wirtschaft, Arbeit und Digitales, Leipzig.

PDF ansehen (leipzig.de)

Digitale Agenda der Stadt Leipzig

Positionspapier

Stadt LeipzigDigitale Agenda

Stadt Leipzig (2024). Die Digitale Agenda der Stadt Leipzig: Handlungsfelder, Ziele und Projekte. Integriertes Stadtentwicklungskonzept INSEK 2030, Leipzig.

Digitale Agenda (leipzig.de)

Digitalstrategie Deutschland: Ohne Städte ist keine Strategie zu machen!

Positionspapier

Deutscher StädtetagDigitale Stadt

Deutscher Städtetag (2023). Digitalstrategie Deutschland: Ohne Städte ist keine Strategie zu machen! Positionspapier. Berlin/Köln.

PDF ansehen (Städtetag)

Digitale Transformation aus Sicht der Verwaltung: Erkenntnisse aus Leipzig und Dresden

Wissenschaftlicher Artikel

SpringerDigitale Stadt

In: Springer (Hrsg.) (2026). Digitale Transformation aus Sicht der Verwaltung: Erkenntnisse aus Leipzig und Dresden. Springer Nature, Kap. 7.

Springer Link

Kabinett beschließt Gesetz für digitale Identitäten

Pressemitteilung

BMDSEUDI-Wallet

Bundesministerium für Digitales und Sicherheit (2026). Kabinett beschließt Gesetz für digitale Identitäten. Pressemitteilung, 19. Mai 2026. Berlin.

BMDS Pressemitteilung

EUDI-Wallets / eIDAS 2: Dokumentation und FAQ

Spezifikation

BMI/openCodeEUDI-Wallet

Bundesministerium des Innern (2024). EUDI-Wallets / eIDAS 2: Dokumentation, Architekturkonzept und FAQ. openCode-Plattform.

openCode (BMI)

Europäische Digitale Identität

Studie

Deutscher BundestagDigitale Identität

Deutscher Bundestag, Wissenschaftliche Dienste (2022). Europäische Digitale Identität. WD 10 – 3000 – 028/22. Berlin.

PDF ansehen (Bundestag)

Open-Source Perspektiven für die EU Digital Identity Wallet

Wissenschaftlicher Artikel

GIEUDI-Wallet

Gollnick, M. (2024). Open-Source Perspektiven für die EU Digital Identity Wallet. Gesellschaft für Informatik (GI).

PDF ansehen (GI)

eIDAS 2.0 / EUDI-Wallet: Sicher digital identifizieren in Europa

Positionspapier

BundesdruckereieIDAS 2.0

Bundesdruckerei GmbH (2024). EUDI-Wallet: Sicher digital identifizieren in Europa. Berlin.

Bundesdruckerei

Verordnung über die europäische digitale Identität (EUDI)

Übersichtsseite

EU-KommissionEUDI-Wallet

Europäische Kommission (2024). Verordnung über die europäische digitale Identität (EUDI). Gestaltung der digitalen Zukunft Europas, Brüssel.

EU Digital Strategy

EUid-Brieftasche: Übersichtsseite

Übersichtsseite

EU-KommissionEUDI-Wallet

Europäische Kommission (2026). EUid-Brieftasche. Gestaltung der digitalen Zukunft Europas, Brüssel.

EU Digital Strategy

EUid-Brieftaschen-Toolbox-Verfahren

Verfahrensseite

EU-KommissionEUDI-Wallet

Europäische Kommission (2026). EUid-Brieftaschen-Toolbox-Verfahren. Gestaltung der digitalen Zukunft Europas, Brüssel.

EU Digital Strategy

Europäische digitale Identität: einfacher Online-Zugang zu wichtigen Diensten

Parlamentsartikel

Europäisches ParlamentEUDI-Wallet

Europäisches Parlament (2024). Europäische digitale Identität: einfacher Online-Zugang zu wichtigen Diensten. Aktuelles, Europäisches Parlament.

Europäisches Parlament

Sichere digitale Identitäten: Bürgerinnen und Bürger sollen sich mit dem Smartphone ausweisen können

Pressemitteilung

BMIEUDI-Wallet

Bundesministerium des Innern und für Heimat (2024). Sichere digitale Identitäten: Bürgerinnen und Bürger sollen sich mit dem Smartphone ausweisen können. Pressemitteilung, Berlin.

BMI Pressemitteilung

Digitale Identitäten / EUDI-Bezug: Parlamentsdokument

Parlamentsdokument

Deutscher BundestagEUDI-Wallet

Deutscher Bundestag (2025). Digitale Identitäten: Parlamentsdokument mit EUDI-Bezug. Berlin.

PDF ansehen (Bundestag)

Verordnung (EU) Nr. 910/2014,eIDAS

Verordnung

EUeIDAS

Europäisches Parlament und Rat (2014). Verordnung (EU) Nr. 910/2014 über elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt. Amtsblatt der Europäischen Union, L 257/73.

PDF ansehen (EUR-Lex)

Keine Veröffentlichungen für diese Filterauswahl gefunden.

Weitere Positionspapiere und Veröffentlichungen werden hier ergänzt.

Rollen einer Kommune im Wallet-Ökosystem

Eine Kommune kann im Wallet-System verschiedene Rollen einnehmen:

Als Verifier (Prüferin)

Die Kommune akzeptiert digitale Nachweise von Bürger/-innen,z.B. bei der Beantragung eines Bewohnerparkausweises. Dies ist die wahrscheinlichste erste Rolle.

Als Issuer (Ausstellerin)

Die Kommune stellt selbst digitale Nachweise aus,z.B. eine Meldebescheinigung, einen Kitaplatz-Nachweis oder eine Gewerbeanmeldung als digitales Attestation.

Herausforderungen

Hier setzt der Entscheidungsbaum an

Der interaktive Entscheidungsbaum dieser Plattform hilft Kommunen dabei, systematisch zu bewerten, welche Verwaltungsleistungen sich für eine Wallet-Umsetzung eignen,basierend auf Kriterien wie Nutzungshäufigkeit, Automatisierungspotenzial, Komplexität und vorhandenen Ressourcen.